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UniTechnics Nord KG

Projekt –  12.08.2026
Optimierung der P-Elimination auf Kläranlagen
Beschreibung
Phosphorfracht reduzieren, Betriebssicherheit erhalten und Kosten im Blick behalten
Phosphor kann bereits in geringen Konzentrationen die Qualität von Oberflächengewässern deutlich beeinflussen. Gleichzeitig dienen Flüsse, Seen und Talsperren häufig direkt oder indirekt als Rohwasserquelle für die Trinkwassergewinnung. Kläranlagen, die Oberflächengewässer als Vorfluter nutzen, tragen einen nicht unerheblichen Anteil zur Phosphorbelastung bei. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Anforderungen der Kommunalabwasserrichtlinie unterstützt UNITECHNICS Betreiber dabei, die Phosphorfracht im Ablauf ihrer Kläranlage gezielt zu reduzieren. . . .

Optimierung beginnt mit dem Verständnis der Anlage

Jede Kläranlage ist anders – ebenso die hydraulischen, verfahrenstechnischen und betrieblichen Randbedingungen. Deshalb beginnt die Optimierung mit einem Vor-Ort-Termin. Gemeinsam mit dem Betriebspersonal verschaffen sich unsere Ingenieure einen detaillierten Überblick über Aufbau, Zustand und Betriebsweise der Anlage und beziehen die praktischen Erfahrungen aus dem täglichen Betrieb mit ein.

Im Anschluss werden die für die Bewertung benötigten Unterlagen und Betriebsdaten zusammengestellt. Dazu gehören in der Regel Planunterlagen der Gesamtanlage, Leitungsverläufe sowie digitale Betriebstagebücher. Liegen Daten nur unvollständig vor, unterstützen wir bei Bedarf mit Messkampagnen, Datenextraktion, Datenreparatur oder der Digitalisierung historischer Datensätze.

Die anschließende statistische Datenauswertung macht das vorhandene Optimierungspotenzial und die allgemeine Performance der Anlage sichtbar. Die Ergebnisse werden in einem Bericht mit kurz-, mittel- und langfristigen Handlungsempfehlungen zusammengefasst und gemeinsam mit dem Betreiber bewertet.

Praxisnahe Maßnahmen statt vorschneller Umbauten

Nicht jede Verbesserung erfordert eine bauliche Maßnahme. Häufig sind relevante Potenziale bereits in der Bestandsanlage versteckt. Kurzfristige Anpassungen können vom Betriebspersonal selbst umgesetzt werden – beispielsweise durch das Versetzen eines Dosierpunktes um wenige Dezimeter oder durch den Einsatz von Diffusoren beziehungsweise Tropfrinnen anstelle eines Einzelstrahls. Solche Maßnahmen zielen vor allem auf eine höhere Dosiermitteleffizienz und damit auf eine dauerhafte Kostenersparnis ab.

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Von der Dosierstelle bis zur verfahrenstechnischen Anpassung

Mittelfristige Maßnahmen betreffen häufig verfahrenstechnische Anpassungen. Dazu können die Umstellung des Dosiermittels oder die Einrichtung neuer Dosierpunkte gehören. Damit solche Eingriffe die Betriebssicherheit nicht beeinträchtigen, begleitet UNITECHNICS die Umsetzung vor Ort und aus der Ferne.

Die vorangegangene Datenanalyse ermöglicht es, aktuelle Betriebsdaten kurzfristig auszuwerten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Bei Bedarf kann die Begleitung auch über einen Gastzugang zum Leitsystem erfolgen.

Langfristige Maßnahmen betreffen in der Regel bauliche Aspekte. Nach den bisherigen Erfahrungen sind solche Eingriffe nur in wenigen Fällen tatsächlich erforderlich. Wenn sie notwendig werden, unterstützen wir als Planungsbüro beispielsweise bei der Konzeption und Errichtung von Dosierstationen oder bei Lösungen für eine gezielte biologische P-Elimination.

Kontinuierliche Erfolgskontrolle über den Betriebsverlauf

Die Erfolgskontrolle erfolgt während der Optimierung kontinuierlich und kumulativ. Zu jedem Monatsende werden die aktuellen Betriebstagebücher ausgewertet und die Ergebnisse in Übersichtsgrafiken eingeordnet. Im Folgemonat wird die Auswertung um den neuen Datensatz erweitert.

Um die Prozessstabilität zuverlässig beurteilen zu können, sollte die Begleitung möglichst einen relevanten Temperaturbereich im Jahresverlauf abdecken – beispielsweise vom Jahrestemperaturminimum bis zum Maximum oder umgekehrt. Sobald das angestrebte Ergebnis erreicht und die Stabilität bestätigt ist, werden die Erkenntnisse in einem Abschlussbericht und einer Ergebnispräsentation zusammengeführt.

Praxisbeispiel: deutlich bessere Ablaufwerte bei geringerer Dosiermenge

Ein aktuelles Optimierungsprojekt zeigt, welches Potenzial auch bei bereits gut funktionierenden Kläranlagen vorhanden sein kann. Der Betreiber musste sich auf deutlich niedrigere Ablaufwerte für Phosphor einstellen. Aufgrund der guten Ausgangsperformance lag zunächst die Vermutung nahe, dass bauliche Maßnahmen erforderlich sein würden. Die Potenzialanalyse zeigte jedoch ein anderes Bild.

Die Dosierstellen wurden in Eigenleistung mit nur geringem Aufwand angepasst. Zusätzlich erfolgte eine Umstellung des Dosiermittels und eine Anpassung der Position der Dosierstelle. Dadurch konnte die Dosiermenge um etwa ein Drittel gegenüber der zuvor benötigten Menge reduziert werden. Trotz des teureren Dosiermittels wurde eine Senkung der Betriebskosten erzielt – bei gleichzeitig höherer Betriebssicherheit und deutlich besseren Ablaufwerten. Der positive Effekt war unmittelbar sichtbar und setzte sich nach einer kurzen Testphase ohne Einschränkungen fort.

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Optimierungspotenzial gezielt nutzen

Die Optimierung der P-Elimination ist kein standardisiertes Schema, das sich unverändert auf jede Kläranlage übertragen lässt. Ihre Stärke liegt in der individuellen Betrachtung der vorhandenen Anlage, der belastbaren Auswertung von Betriebsdaten und der schrittweisen Umsetzung geeigneter Maßnahmen.

Gerade dort, wo vorschnell bauliche Lösungen im Raum stehen, kann eine systematische Potenzialanalyse zeigen, ob sich die Phosphorfracht bereits mit betrieblichen oder verfahrenstechnischen Anpassungen deutlich reduzieren lässt.

Sie möchten das Optimierungspotenzial Ihrer P-Elimination prüfen?
Gerne unterstützen wir Sie bei der Bewertung Ihrer Anlage. Gemeinsam betrachten wir die vorhandenen Betriebsdaten, die Dosierstrategie und mögliche Optimierungsansätze – mit dem Ziel, die Phosphorfracht zuverlässig und wirtschaftlich zu reduzieren.

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Dipl.-Ing., Dipl. Umweltwiss. Andreas Obermayer
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