Dosieranlagen für Abwasser und Kanalnetze

Dosieranlagen für Abwasser reduzieren die Bildung oder Freisetzung von Schwefelwasserstoff und unterstützen dadurch eine nachhaltige Verminderung von Geruch und biogener Korrosion. UNITECHNICS plant, baut und betreut individuell ausgelegte Dosiersysteme für Kanalnetze, Druckrohrleitungen, Pumpwerke und Kläranlagen.

Von der Machbarkeitsbewertung über die verfahrenstechnische Dimensionierung bis zur Installation und Optimierung im laufenden Betrieb erhalten Betreiber eine technisch abgestimmte Gesamtlösung. Dosiermittel, Dosiermenge, Dosierpunkt und Anlagensteuerung werden dabei an die jeweiligen Betriebsbedingungen angepasst.

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Geruch und Korrosion direkt im Abwasser reduzieren

Lange Aufenthaltszeiten, steigende Abwassertemperaturen und sauerstoffarme Bedingungen können die Bildung von Schwefelwasserstoff im Kanalnetz fördern. Das Gas verursacht nicht nur intensive Gerüche, sondern begünstigt zudem korrosive Prozesse an Kanälen, Pumpwerken und weiteren Abwasserbauwerken.

Punktuelle Systeme, beispielsweise am einzelnen Schacht, können bei lokal begrenzten Belastungen sinnvoll sein. Bei großflächigen oder wiederkehrenden Problemen reicht eine solche Behandlung jedoch häufig nicht aus. In diesen Fällen setzt die Dosierung bereits im Abwasser an und beeinflusst die Prozesse, bevor sich Schwefelwasserstoff über größere Netzabschnitte ausbreitet.

Eine individuell ausgelegte Dosieranlage für Abwasser kann daher eine geeignete Lösung sein, wenn Geruchs- und Korrosionsprobleme dauerhaft, flächendeckend und betriebssicher reduziert werden sollen..

BASIC – Einfach und zuverlässig

COMFORT – geregelt und flexibel

PLUS – Automatisiert und leistungsstark

Für Anlagen mit konstanten Betriebsbedingungen bietet BASIC eine wirtschaftliche und robuste Einstiegslösung.

Leistungsumfang

  • Manuelle Steuerung
  • Einfache Schlauchdosierpumpe
  • Konstant einstellbare Dosierung
  • Wirtschaftliche Einstiegslösung

 

Für wechselnde Betriebsbedingungen sorgt COMFORT durch Sensorik und automatische Dosierung für einen stabilen Anlagenbetrieb.

Leistungsumfang

  • Geregelte Dosierpumpe mit Sensorik
  • Automatische Takt- und Mengensteuerung
  • Kommunikation mit Leitsystemen
  • Anpassung an wechselnde Betriebszustände

Die Premiumlösung für höchste Anforderungen an Prozesssicherheit und Automatisierung.

Leistungsumfang

    • Vollautomatische Steuerung
    • Permanente Anlagenüberwachung
    • Kommunikation mit Leitsystemen
    • Maximale Betriebssicherheit bei wechselnden Betriebszuständen

Einsatzbereiche unserer Dosieranlagen

Druckrohrleitungen

In Druckrohrleitungen können lange Aufenthaltszeiten und sauerstoffarme Bedingungen die Entstehung von Schwefelwasserstoff begünstigen. Eine gezielte Dosierung kann diese Prozesse beeinflussen und nachfolgende Freispiegelkanäle entlasten.

Pumpwerke

Pumpwerke eignen sich häufig als zentrale Dosierpunkte, da sich Dosiermittel kontrolliert in den Abwasserstrom einbringen und betriebliche Daten in die Steuerung integrieren lassen.

Freispiegelkanäle

Bei großflächigen Geruchs- oder Korrosionsproblemen können Dosierstrategien so ausgelegt werden, dass belastete Netzabschnitte möglichst wirksam behandelt werden.

Kläranlagen

Auch in Zuläufen oder einzelnen Verfahrensbereichen von Kläranlagen kann eine Dosierung zur Stabilisierung der Betriebsbedingungen und zur Reduzierung störender Emissionen beitragen.

Industrielle Abwassersysteme

Für besondere Abwasserzusammensetzungen, Belastungsspitzen und verfahrenstechnische Anforderungen entwickeln wir projektspezifische Dosieranlagen.

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Einsatzbereiche unserer Dosieranlagen

Die Wirkung einer Dosieranlage hängt nicht allein vom verwendeten Dosiermittel ab. Ebenso wichtig sind die richtige Dosierstelle, die benötigte Dosiermenge, die Durchmischung im Abwasser und die Anpassung an schwankende Betriebsbedingungen.

Deshalb betrachten unsere Ingenieure das jeweilige Entwässerungssystem ganzheitlich. Relevante Faktoren sind unter anderem Aufenthaltszeiten, Abwassermengen, Belastungsverläufe, vorhandene Messdaten, Geruchsbeschwerden und bekannte Korrosionsbereiche.

Auf dieser Grundlage entsteht ein Dosierkonzept, das sowohl die gewünschte Wirkung als auch Investitions-, Chemikalien- und Betriebskosten berücksichtigt. Dadurch wird vermieden, dass Anlagen unnötig groß dimensioniert oder dauerhaft mit einer zu hohen Dosiermenge betrieben werden.

Ihre Ergebnisse mit einer abgestimmten Dosieranlage

Reduzierte H₂S-Belastung

Die Dosierung wirkt gezielt auf die Bildung oder Freisetzung von Schwefelwasserstoff im Abwassersystem ein.

Weniger Geruchsemissionen

Eine geringere H₂S-Belastung kann Beschwerden reduzieren und die Situation an Schächten, Pumpwerken und Anlagen verbessern.

Unterstützung des Korrosionsschutzes

Weniger freigesetzter Schwefelwasserstoff reduziert einen wichtigen Einflussfaktor für biogene Korrosion.

Wirtschaftlicher Anlagenbetrieb

Eine bedarfsgerechte Dosierung begrenzt Chemikalienverbrauch und vermeidet unnötig hohe Betriebskosten.

Transparente Betriebsführung

Überwachung und regelmäßige Bewertung ermöglichen eine nachvollziehbare Anpassung der Dosierstrategie.

Abgrenzung zu Abluftbehandlung und mobilen Testanlagen

Dosieranlagen setzen direkt im Abwasser an und beeinflussen die Bildung oder Freisetzung von Schwefelwasserstoff. Abluftbehandlungsanlagen reinigen dagegen bereits entstandene, belastete Abluft aus Bauwerken und technischen Anlagen.

Ist noch nicht klar, welches Dosiermittel, welche Dosiermenge oder welches Verfahren geeignet ist, können mobile Testanlagen eingesetzt werden. Mit einem zeitlich begrenzten Praxistest lässt sich die technische Wirkung unter realen Betriebsbedingungen bewerten, bevor eine dauerhafte Dosieranlage gebaut wird.

Bei komplexen Fragestellungen können zusätzlich H₂S-Messungen oder eine Sulfidbilanz mit SULFIDUS als Datengrundlage dienen.

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