H₂S-Messungen im Kanalnetz

Geruchsbelästigungen, biogene Korrosion und erhöhte Schwefelwasserstoffkonzentrationen gehören zu den häufigsten Herausforderungen im Betrieb von Kanalnetzen. Häufig werden die Auswirkungen erst sichtbar, wenn bereits Schäden entstanden sind oder Anwohner Geruchsbelästigungen melden. Eine professionelle H₂S-Messung im Kanalnetz liefert belastbare Daten über Schwefelwasserstoff, Geruchsentwicklung und Korrosionsrisiken. Sie bildet die Grundlage, um kritische Bereiche frühzeitig zu erkennen, geeignete Maßnahmen abzuleiten und den langfristigen Werterhalt von Kanalnetzen und Abwasseranlagen sicherzustellen.

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Warum sind H₂S-Messungen im Kanalnetz wichtig?

Geruchsbelästigungen und biogene Korrosion gehören zu den häufigsten Herausforderungen im Betrieb von Kanalnetzen. Häufig werden sie erst wahrgenommen, wenn Anwohner Gerüche melden oder bereits sichtbare Schäden an Schächten, Bauwerken oder Rohrleitungen entstanden sind. Dabei laufen die zugrunde liegenden biologischen und chemischen Prozesse oft schon über einen längeren Zeitraum im Verborgenen ab.

Schwefelwasserstoff (H₂S) spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Gas entsteht unter anaeroben Bedingungen im Abwasser und kann sowohl intensive Geruchsbelästigungen verursachen als auch langfristig zu biogener Schwefelsäurekorrosion führen. Ohne belastbare Messdaten lässt sich jedoch kaum beurteilen, wann tatsächlich Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Genau hier kommen wir ins Spiel: Wir beraten Sie individuell, ob bei Ihnen ein Geruchsproblem, Korrosionsverdacht oder beides vorliegt, und wie Sie Messungen gezielt und wirtschaftlich sinnvoll einsetzen.

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Folgen

Unzureichend überwachte Geruchs- und Korrosionsprobleme können weitreichende Folgen für Betreiber haben:

  •     Anwohnerbeschwerden und Imageschäden durch anhaltende Geruchsemissionen
  •     Schleichende Bauschäden durch biogene Schwefelsäurekorrosion
  •     Kostenintensive Sanierungen bei nicht rechtzeitig erkanntem Substanzverlust
  •     Fehlgeleitete Maßnahmen, wenn Ursachen nicht genau identifiziert werden
  •     Unklare Verantwortung, wenn Beschwerden nicht mit Daten belegbar sind

Objektive Messdaten schaffen Sicherheit und Entscheidungsklarheit – technisch, wirtschaftlich und rechtlich.

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Lösung

Unsere Experten begleiten Sie bei gezielten Geruchs- und Korrosionsmessungen – vom ersten Verdacht bis zur Maßnahmenbewertung. Wir setzen modernste Messgeräte ein und wählen gemeinsam mit Ihnen die optimalen Messpunkte auf Basis Ihrer Kanalnetzstruktur.

So läuft eine Messung ab:

  1.     Wir klären mit Ihnen, wo und wann gemessen werden sollte – ob als Einzelmessung oder groß angelegte Messkampagne.
  2.     Wir installieren passende Messgeräte (z. B. H₂S-Gassensoren, Datenlogger) an strategisch sinnvollen Positionen.
  3.     Nach Ende des Messzeitraums senden Sie uns die Geräte unkompliziert per Post zurück.
  4.     Sie erhalten eine detaillierte Auswertung mit einer fachlich fundierten Bewertung des Geruchs- und Korrosionspotentials.
  5.     Auf Basis der Messdaten leiten wir konkrete, wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmenempfehlungen ab.

Welche Messungen führen wir im Kanalnetz durch?

Jedes Kanalnetz weist unterschiedliche hydraulische und betriebliche Randbedingungen auf. Deshalb entwickeln wir individuelle Messkonzepte, die auf die jeweilige Fragestellung abgestimmt sind. Je nach Projekt erfassen wir verschiedene Messparameter, um Geruchs- und Korrosionsprozesse ganzheitlich bewerten zu können.

Schwefelwasserstoff (H₂S)

Die H₂S-Messung bildet die Grundlage für die Bewertung von Geruchs- und Korrosionsrisiken. Sie zeigt, wann und an welchen Stellen erhöhte Konzentrationen auftreten und ermöglicht eine objektive Einschätzung der aktuellen Belastung.

Gelöster Sulfid

Gelöste Sulfide stellen die Vorstufe der Schwefelwasserstoffbildung dar. Ihre Analyse unterstützt das Verständnis biologischer Prozesse im Kanalnetz und hilft dabei, die Entstehung von Geruchs- und Korrosionsproblemen besser einzuordnen.

Temperatur

Die Temperatur beeinflusst mikrobielle Prozesse und damit auch die Bildung von Schwefelwasserstoff. Ihre Erfassung ermöglicht eine fundierte Interpretation der Messergebnisse und unterstützt die Bewertung saisonaler Einflüsse.

Weitere Betriebsparameter

Abhängig von der Aufgabenstellung können zusätzlich Parameter wie Sauerstoffgehalt, pH-Wert oder hydraulische Randbedingungen berücksichtigt werden. Erst die Kombination verschiedener Messgrößen ermöglicht eine ganzheitliche Bewertung des Systems.

Ihre Ergebnisse nach einer Messkampagne im Kanalnetz

Ausführlicher Messbericht

Dokumentation aller relevanten Messdaten, Messzeiträume und Messstellen als Grundlage für eine Bewertung des Kanalnetzes.

Fachliche Bewertung

Analyse der Messergebnisse sowie Bewertung von Geruchs- und Korrosionsrisiken durch unsere erfahrenen Experten.

Handlungsempfehlungen

Praxisorientierte Empfehlungen für Maßnahmen zur Reduzierung von Geruch und Korrosion im Kanalnetz.

Grundlage für Analysen

Die Messergebnisse bilden die Grundlage für eine Sulfidbilanz mit SULFIDUS oder weitere Untersuchungen im Kanalnetz.

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